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Neue Medien

Im Jahr 1918 sticht Roald Amundsen in See, um den Nordpol zu bezwingen. Vor der tschuktschischen Küste bleibt sein Schiff im Eis stecken. Im Polarnebel zeichnen sich die Umrisse einer kleinen Siedlung ab. Wer sind die Bewohner, wie werden sie die Expedition empfangen?
Der gemeinsame Winter verändert die Forscher ebenso wie die Einheimischen. Kagot, der Schamane, lässt sich von Amundsen als Koch anheuern. Er beginnt zu lesen, zu rechnen, die Maschinen zu öffnen, sein unstillbarer Erkenntnisdrang droht ihn aus der Bahn zu werfen. Amundsen muss ihn entlassen, aber er macht die Erfahrung, dass er in Kagot einen Bruder gefunden hat, mit dem er den Forschergeist, die Suche nach dem Absoluten – und auch eine tiefe Schuld teilt

In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts werden Bücher nicht mehr gelesen, geschweige denn neu gedruckt, sie dienen als Brennmaterial für die Zubereitung exklusiver Speisen. Book’n’Grill heißt der neue Trend und Chefkoch Geza ist sein Hohepriester. Stör-Schaschlik über Dostojewskis »Der Idiot« oder Schnitzel über Arthur Schnitzler, mit diesen und anderen Kreationen begeistert er seine zahlungskräftige Klientel. Doch was Erfolg hat, findet auch Nachahmer und so sieht sich Geza plötzlich vor unerwartete Probleme gestellt.
Ein geniales Romanfeuerwerk voll absurder Einfälle und beißender Gesellschaftskritik.

Petka ist ein kleiner Mikrobenjunge. Er rettet nicht nur seinen heimatlichen Wassertropfen vor einer Ameise, sondern schließt auch Freundschaft mit dem jüngsten wissenschaftlichen Mitarbeiter.
Aber auch Anginchen, der im dritten Eisbecher wohnt, ist sein Freund. Als Petka dahinterkommt, dass er aus Milch Kefir machen kann, will er unbedingt in einer Molkerei arbeiten. Doch er ist noch zu klein. Ob es ihm gelingt, seine Eltern und den Molkereidirektor von seiner Idee zu überzeugen …?

Die ökologische Katastrophe des verschwindenden Aralsees und die Verantwortung des Menschen werden in einer klassischen Dreiecksgeschichte fokussiert.

Es muss nicht immer Kaviar sein – für Russen schon gar nicht. Das wahre Symbol für Luxus und feine Lebensart ist in Russland die Ananas. Dieses Beispiel zeigt: Kulinarisch ist die ehemalige Sowjetunion hierzulande unbekanntes Terrain. Dank Wladimir Kaminer ist damit nun Schluss. Er führt durch Töpfe und Teller der alten Sowjetrepubliken, bringt dem Laien nebenbei Länder und Leute näher und natürlich die aufregendste Cuisine der Welt! Unterstützt wird er dabei von seiner Frau Olga, die die besten Rezepte aus ihrer Sammlung beisteuert …

Der junge Programmierer Alexander Pawlowitsch Priwalow ist im Norden Russlands unterwegs, als er mit einer Autopanne in der fiktiven Stadt Solowetz liegenbleibt. Hier ist alles ganz normal: Bürger gehen ihrer Arbeit nach, das Wetter ist gleichmäßig schlecht, und im Institut regiert die Bürokratie. Nur dass das Institut streng geheime Forschungen mit übernatürlichen Phänomenen betreibt …

15.000 Kilometer allein mit dem Baby von München bis nach Peking, quer durch Sibirien und die Mongolei – kann das funktionieren? Mit ihrem erst zehn Monate alten Sohn Levi wagt Julia Malchow das große Abenteuer und begibt sich auf eine ganz besondere Reise in die entlegensten Winkel der Welt. Denn Reisen ist für sie mehr als Unterwegssein: Es ist der Schlüssel zu neuen Ideen und zum Einssein mit sich selbst. Und genau danach sucht Julia Malchow nach der Geburt ihres Sohnes, die erst einmal ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt hat. Aber weiß sie auch wirklich, worauf sie sich einlässt?

Im Suff ist die Melkerin Krotowa ausgerastet und hat ihrem Mann mit der Axt ein Bein abgehackt. Wohin nun damit? Das Krankenhaus erklärt sich für unzuständig, und die Leichenhalle nimmt nur ganze Tote. Bleibt das Verscharren im Wald. Doch dort stößt ein altes Mütterchen beim Holzsammeln auf den grausigen Fund. Panik bricht aus, Moskau schickt Spezialeinheiten … Eine Geschichte wie diese kann nur in Russland spielen, wo Wirklichkeit und Wahnsinn sich zum Verwechseln ähneln.

Moskau, im Herbst 2016: Als Ilja nach sieben Jahren Straflager nach Hause kommt, ist nichts mehr, wie es war. Seine Mutter stirbt wenige Tage vor seiner Rückkehr an einem Herzinfarkt, seine Freundin ist längst mit einem anderen zusammen, und sein Jugendfreund begegnet ihm mit größtem Argwohn. Enttäuscht ertränkt Ilja seine Trauer im Alkohol, bis er im Rausch der Verzweiflung jenen Fahnder aufsucht, der ihn vor sieben Jahren zu Unrecht hinter Gitter brachte. Im Affekt ersticht Ilja ihn und nimmt ihm sein Smartphone ab. Als Ilja nach seiner Tat im Handy des verstorbenen Petja stöbert, stößt er auf verstörende Spuren aus dessen Vergangenheit. Und immer wieder erreichen ihn besorgte Nachrichten von Petjas Mutter und dessen schwangerer Freundin Nina. Ilja beginnt, ihnen an Petjas Stelle zu antworten, und seine Identität verschmilzt immer mehr mit der jenes Mannes, den er getötet hat

Was bringt einen jungen begabten Studenten des Rechts aus bestem Hause dazu, sich in einem öffentlichen Park Moskaus inmitten von Spaziergängern zu erschießen? Für den Chef der zuständigen Kriminalabteilung der Moskauer Polizei ist der Fall klar: Eine fatale Mischung von Dekadenz, Langeweile und grundlegender Orientierungslosigkeit haben den armen Studiosus erst auf die schiefe Bahn und dann um den Verstand gebracht. Doch sein jüngster Untergebener, Erast Fandorin, eigentlich nur als Protokollant dem Bürodienst zugeteilt, gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden -- zu Recht, denn der tragische Selbstmord bleibt kein Einzelfall.

Literarisch-kulinarische Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn

Das Schicksal eines Pariser Architekten, den Peter der Große nach Sankt Petersburg holt, wo er das kühnste Bauwerk aller Zeiten errichten soll, aber an den Intrigen am Zarenhof zerbricht.

Literarisch-kulinarische Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn

Inhalt: Zucchini in Hülle und Fülle; Rittersporn-Sorten - Welcher ist Ihr Liebling?; Upcycling - Lustige Ideen für den Garten; u.v.m.

Inhalt: Traumpaare - Seeanemonen, Clownfische und die besten Teams im Tierreich; Mirko an, Musik ab: So nehmen die Lochis ihre Songs auf; Achtung, Feldlerche: Der Vogel des Jahres braucht unsere Aufmerksamkeit; u.v.m.

Fanny, die »Königin«, ist eine vom Schicksal immer wieder hart getroffene Frau, die ihren Lebensabend alleine verbringt und über alles Vergangene schweigt.
Auch das Tagebuch auf ihrem Nachtkästchen, ein Geschenk ihrer Enkelin, lässt Fanny unberührt liegen, statt es Seite für Seite mit den Tragödien des Erlebten zu füllen. Doch in Tagträumen und schlaflosen Nächten kann sie sich der Erinnerungen nicht erwehren, und so zieht ihr ganzes Leben in aufwühlenden Bildern an ihr vorbei: Wir begleiten Fanny durch alle Lebensphasen, beginnend mit der Kindheit auf dem elterlichen Hof in den 1930er-Jahren bis nahe an ihren Tod.
Verdichtet, klar und in ergreifenden Momentaufnahmen erzählen diese Erinnerungsfragmente, wie Fanny zu einer unnahbaren und stolzen Frau geworden ist. Es ist eine von großer Menschenkenntnis und hoher Sensibilität durchdrungene Figurenzeichnung, die das bemerkenswerte literarische Können einer jungen Autorin zeigt.

Nono (Veronika) ist gerade 15, als ihre Mutter noch einmal schwanger wird. Und angesichts dessen, „was da in Mamas Bauch schwimmt“, sieht sich Ich-Erzählerin ziemlich unter Druck gesetzt. Erstens: Da kommt vielleicht genau das Kind nach, „das sich Mama immer gewünscht hat, ein liebes, süßes Gugugaga-Baby“. Aber Nono weiß auch: Das Baby und sie müssen zusammenhalten. „Denn von wem soll der/die/das Kleine sonst etwas über die Welt lernen?“ Daher zweitens: Nono muss dringend herausfinden, wer sie eigentlich ist. Zur Verfügung stehen ihr dazu 200 Seiten Notiz-Heftseiten, lange Sommer-ferien zuhause, ein beginnendes Schuljahr und die fixe Idee, über ein bestimmtes Outfit zu ihrem wahren Ich finden zu können.

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